Offener Brief an den Oberbürgermeister Dieter Reiter
 
Offener Brief an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Dieter Reiter,
 
die Münchner Sportvereine stehen vor strukturellen Problemen auf den Bezirkssportanlagen, die den Trainings- und Spielbetrieb zunehmend erschweren.
 
Zahlreiche Vereine haben diese Entwicklung öffentlich gemacht und mit der Petition „Rettet den (Vereins-)Sport auf den Münchner Bezirkssportanlagen“ deutlich adressiert. https://www.change.org/…/rettet-den-vereins-sport-auf…
 
Umso irritierender ist, dass aus dem Rathaus bislang keine erkennbare öffentliche Einordnung, Stellungnahme oder Gesprächsinitiative erfolgt ist.
 
Die Vereine übernehmen in München zentrale gesellschaftliche Aufgaben:
Kinder- und Jugendarbeit, Integration, Gesundheitsförderung, Ehrenamtsbindung und soziale Stabilität.
 
Diese Arbeit findet überwiegend auf städtischen Anlagen statt – unter Rahmenbedingungen, die zunehmend restriktiver, unklarer und in der Praxis kaum noch vermittelbar sind.
 
Gleichzeitig ist wahrnehmbar, dass kommunalpolitische Themen regelmäßig öffentlich kommentiert werden, während die Sorgen Münchner Vereine offenbar keine vergleichbare Aufmerksamkeit erhalten.
 
Das wirft eine berechtigte Frage auf:
Sind die Münchner Sportvereine und ihr ehrenamtliches Engagement für die Stadt von nachrangiger Bedeutung – oder, noch schlimmer, werden ihre Probleme schlicht nicht wahrgenommen?
 
Es geht nicht um Einzelinteressen, sondern um die Funktionsfähigkeit des organisierten Vereinssports in dieser Stadt.
 
Fehlende Planungssicherheit, praxisferne Vorgaben und unzureichende Kommunikation gefährden genau das, was politisch regelmäßig als unverzichtbar bezeichnet wird:
Breitensport, Ehrenamt und gesellschaftlicher Zusammenhalt.
 
Was die Vereine erwarten, ist keine Symbolpolitik, sondern:
  • eine öffentliche Anerkennung der bestehenden Probleme,
  • einen offenen Dialog mit den betroffenen Vereinen,
  • und konkrete, realistische Lösungen für den Betrieb der Bezirkssportanlagen.
 
Ein öffentliches Schweigen wird von vielen Ehrenamtlichen inzwischen als Desinteresse oder Geringschätzung wahrgenommen. Das ist ein fatales Signal an Menschen, die Woche für Woche unbezahlt Verantwortung für tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene übernehmen.
 
Die Münchner Sportvereine erwarten keine Sonderbehandlung – aber sie erwarten Gehör von der Stadtspitze.
 
Mit freundlichen Grüßen
Michael Holmayer
FC Perlach 1925 e.V.
1. Vorsitzender

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